In fast allen Elementen einen Ticken schlechter

Die Regionalliga-Volleyballerinnen des SV Fellbach verlieren mit 0:3 Sätzen beim FV Tübinger Modell.

Es kommt selten vor, dass Jonas Hanenberg den Sieg des Gegners neidlos anerkennt. Am Samstag allerdings kam der Trainer der Regionalliga-Volleyballerinnen des SV Fellbach nicht umhin, genau dies zu tun. Denn bei der 0:3-Niederlage (15:25, 21:25, 18:25) seines Teams beim FV Tübinger Modell sei der Kontrahent in fast allen Elementen einen Ticken besser gewesen. Und ihre Stärken haben die Tübingerinnen bis zum Ende auch konsequent durchgezogen.

Zwar hat Hanenberg viele Wechsel vorgenommen und auch taktisch variiert, dem Spiel konnte er damit aber keine Wende geben. Die Seinen verbuchten immer nur wenige Punkte, ehe sich die Gegnerinnen auf die neue Situation eingestellt hatten und selbst wieder am Drücker waren. „Es war einfach nicht mehr drin“, sagte der SVF-Coach, auch wenn es durchaus Momente auf Augenhöhe gegeben hatte.

Wegen der Niederlage macht sich Hanenberg aber nicht verrückt. In der Tabelle ist der FV Tübinger Modell zwar nun am SVF vorbeigezogen und belegt mit 23 Punkten den zweiten Platz. Die Fellbacherinnen sind mit 21 Zählern und einem Spiel weniger aber weiterhin in Lauerstellung. Überdies, sagt Hanenberg, lautete das eigentliche Saisonziel einmal mehr, besser als in der vergangenen Spielzeit abschließen. Und davon ist das SVF-Team bei acht ausstehenden Begegnungen nur noch vier Punkte entfernt.

Bevor es nun am kommenden Sonntag (16 Uhr, Gäuäckerhalle I) mit dem Heimspiel gegen die abstiegsbedrohte TSG Reutlingen im Liga-Spielbetrieb weitergeht, wartet bereits am Mittwoch die nächste sportliche Herausforderung. Im Viertelfinale des Verbandspokals sind die Fellbacherinnen bei der TG Biberach gefordert (20 Uhr, Wilhelm-Leger-Halle), die in der Oberliga den zweiten Platz belegt und dabei punktgleich mit dem Spitzenreiter SSV Ulm ist. „Das wird nicht einfach werden“, sagt Hanenberg, der beruflich verhindert ist und deshalb von seinem Co-Trainer Peter Koch vertreten wird. Außer dem Coach fehlen auch noch Lena Günther, die in Tübingen zur wertvollsten Spielerin aufseiten der Gäste gewählt wurde, sowie Angelika Reichle und Milena Maurer. Im Erfolgsfall würden die Fellbacherinnen im Halbfinale die Barock Volleys MTV Stuttgart aus der dritten Liga empfangen.

   SV Fellbach: Kraft, Javanshad, Ella Rohde, Schlotfeldt, Metzger, Eisele, Kössinger, Nadine Rohde, Günther, Lübke, Wegenast, Reichle, Ahmann, Stückelmaier.

Susanne Degel Fellbacher Zeitung

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